A

Abzeichen: Zur Erinnerung an die Teilnahme gibt es bei vielen Aktionen kleine Aufnäher, sogenannte Abzeichen. Bis zu zwei werden auf dem Ärmel der Tracht getragen.

Akela: Ein Akela ist Leiter einer Meute. Er hat einen speziellen Akela-Kurs besucht.

Andacht: Eine Andacht ist ein kurzer, christlicher Impuls, der mit Liedern begleitet wird. Auf unseren Aktionen halten wir immer eine Morgen- und Abendandacht.

Aufnahmen: Bei entsprechender Eignung kann eine Aufnahme stattfinden. Hierbei wird der Anwärter in einen höheren Stand versetzt und erhält das entsprechende Ständezeichen verliehen.

AZBP: Diese Abkürzung steht für „AllzeitBereitPäckchen“. In dieser kleinen Tasche sind neben Verbandsmaterialien jede Menge nützliche Dinge enthalten wie Nähzeug, Streichhölzer, Notgroschen…

B

Banner: Das Banner ist eine Art Fahne. Es repräsentiert die Gruppe auf verschiedenen Ebenen, wird auf Aktionen mitgenommen und auf ihm werden bei den Aufnahmen die Versprechen abgelegt.

Barde: Der Barde ist das Liederbuch im Gau Ermstal. Hierin ist eine bunte Mischung von Liedern enthalten, welche die Singetradition der Pfadfinder wiederspiegelt.

BP: Diese Abkürzung steht für BadenPowell, den Gründer der Pfadfinderbewegung.

Bula: Ein Bula ist ein Bundeslager. Es findet bei uns etwa alle vier Jahre statt und hierzu kommen ca. 1500 Mitglieder der CPD aus ganz Deutschland, um ein gemeinsames Lager zu erleben.

Bund (Gruppierung): In Deutschland gibt es eine Vielzahl verschiedener Pfadfinderorganisationen, mit unterschiedlichen Traditionen und Schwerpunkten z.B. die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands e.V. (CPD). Eine solche Organisation wird auch als Bund bezeichnet.

Bünde (Knoten): Als Bünde werden die speziellen Verbindungen aus Seilen bezeichnet, welche mehrere Gegenstände, wie beispielsweiße Holzstangen beim Zeltbau, verbinden.

C

Chronik: Eine Chronik ist eine Art Tagebuch. Hier werden die abenteuerlichen Erlebnisse des Pfadfinderalltags festgehalten.

CPD: Der Gau Ermstal ist Mitglied im Bund Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands e.V., kurz CPD. Hierzu zählen viele Gruppierungen innerhalb ganz Deutschlands.

D

Doba: Früher wurden auf Lagern als Toilette sogenannte Donnerbalken (Doba) errichtet. Diese werden heutzutage durch Dixis ersetzt.

Dreibock: Werden drei Stangen an ihrem oberen Ende miteinander Verbunden und durch das Aufspreizen der Beine aufgestellt, so erhält man einen Dreibock. Dieser wird unter anderem beim Zeltbau verwendet.

E

Erdbohrer: Mit dem Erdbohrer werden Löcher in den Boden gedreht, um so Zeltstangen besser stabilisieren zu können.

F

Fahrt: Eine Fahrt ist eine Art mehrtägige Wanderung, bei der im Zelt geschlafen und auf dem Feuer gekocht wird. Statt zu Fuß kann auch mit dem Fahrrad oder dem Kanu die Welt erkundet werden.

Führer: Die Gruppenleiter und Hauptverantwortlichen verschiedener Ebenen werden Führer genannt.

Funzel: Auf unseren Aktionen wird nachts mit Feuer, Kerzen und Fackeln Helligkeit und Stimmung erzeugt. Die Taschenlampen, auch Funzeln genannt, bleiben daher daheim.

G

Gau: Der Gau ist ein organisatorischer Zusammenschluss auf Regionalebene. Unser Gau umfasst Pfadfindergruppen von Riederich, Metzingen, Dettingen, Bad Urach, Münsingen und Pfullingen, er wird Gau Ermstal genannt.

Großbaute: Ein sehr großes Zelt wird auch als Großbaute bezeichnet.

Gruß: Der Gruß ist mehr als eine Begrüßung. Er lautet „Gut Pfad“ und hat eine tiefergehende Bedeutung.

H

Hajk: Ein Hajk ist eine kurze Fahrt, die nur eine oder wenige Übernachtungen beinhaltet.

Hordentopf: Die Töpfe, in denen bei Pfadfinderaktionen gekocht wird, werden Hordentöpfe genannt. Sie sind aus Alu, werden über das Feuer gehängt oder direkt hineingestellt und ihr Deckel kann als Bratpfanne verwendet werden.

I

Isopott: Im Isopott werden gekochte Speißen oder Getränke warmgehalten.

J

Juja: Die Jungenschaftsjacke, kurz Juja, ist die typsiche Jacke der Pfadfinder. Sie ist wind- und wasserdicht und besitzt eine Kapuze.

Jungpfadfinder: Ist man seit mehreren Monaten bei den Pfadfindern und hat die entsprechenden Proben erfüllt, so kann die Aufnahme zum Jungpfadfinder stattfinden. Ab diesem Stand darf das blaue Halstuch getragen und der Pfadfindergruß ausgeführt werden.

Jurte: Die Jurte ist eine etwas größere Zeltkonstruktion, die für rund 20 Leute Platz bietet.

K

Knappe: Erfüllt ein Jungpfadfinder die entsprechenden Anforderungen, so kann er in den Stand des Knappens aufgenommen werden, ihm wird die Knappennadel überreicht und erhält Stimmrecht im Stammesthing.

Knüpfen: Einzelne Zeltplanen werden, je nach Planenart, über Knöpfe (knöpfen) oder mit Hilfe von Schnüren (knüpfen) verbunden.

Kohte: Die Kohte ist ein kleineres Zelt und optimal für Sippengrößen.

Koschi: Das Kochgeschirr, kurz Koschi, ist mehrteilig und kann ineinandergesteckt werden. Es dient als Teller, Schüssel und Tasse und in ihm kann sogar über dem Feuer gekocht werden.

Kreuzpfadfinder: Der Kreuzpfadfinder ist der höchste Stand in der CPD. Eigene Reife und die Übernahme von Verantwortung wie auch das Wachstum im Glauben spielen hierbei eine große Rolle.

L

Lager: Bei einem Lager wird für mehrere Tage an einem Platz gezeltet. Das Lagerprogramm ist sehr vielfältig und abwechslungsreich.

Landesmark: Mehrere Gaue sind überregional zur organisatorischen Ebenen der Landesmark zusammengeschlossen. Der Gau Ermstal gehört zur Landesmark Schwaben, welche einen großen Teil Süddeutschlands abdeckt.

Liederwolf: Der Liederwolf ist das Liederbuch der Wölflinge. Es ist für die ganze CPD einheitlich.

Lilie: Die Lilie ist das internationale Zeichen der Pfadfinder. Die CPD nimmt diese in ihrem Bundessymbol, der Kreuzlilie, auf.

Losung: Eine Losung ist eine Art Wahlspruch und lautet für alle Pfadfinder auf der ganzen Welt „Allzeit Bereit!“.

M

Meute: Eine Meute ist eine Gruppe von etwa 5 bis 20 Kindern im Alter von 7 bis 11 Jahren. Ihre Grundlage ist das Dschungelbuch und es findet eine sehr spielerische Vermittlung von Werten statt.

N

Nachtwache: Auf Lagern gibt es meistens mehrere Personen, die in verschiedenen Schichten nachts über den Lagerplatz laufen und nach dem Rechten sehen. Zelte und Lagerplätze können eben nicht abgeschlossen werden, und so manche befreundete Pfadfindergruppe schaut vielleicht auch für einen Überfall vorbei.

Neuling: Als Neuling wird ein neues Mitglied bei den Pfadfindern bezeichnet. Der Neuling darf die Tracht tragen, und kann nach einigen Monaten zum Jungpfadfinder aufgenommen werden.

Nuntius: Der Nuntius ist die zweimal im Jahr erscheinende Zeitschrift des Gau Ermstal. Neben Berichten vergangener Aktionen ist in ihr auch allerhand Wissenswertes enthalten.

O

Olave BadenPowell: Olave war die Frau von B.P., sie war selbst bei der Gründung der Pfadfinderbewegung für Mädchen beteiligt.

Ortsring: Der Ortsring organisiert auf lokaler Ebene das Zusammenleben der Gruppen.

Ostrakon: Der Ostrakon ist das deutschlandweite Pendant zum Nuntius. In der Bundeszeitschrift erscheinen Berichte, Ankündigungen und sonstige Informationen.

P

Pfadfinder: Wer als Quereinsteiger zu den Pfadfindern kommt, kann den Stand des Jungpfadfinders und Knappens überspringen und als Pfadfinder aufgenommen werden, was in etwa dem Knappen entspricht.

Pfadfindergesetz: Die Grundlage unserer Arbeit ist das Pfadfindergesetz. Es besteht aus einem Leitsatz und zehn Regeln.

Proben: Als Proben wird eine Sammlung von Aufgaben bezeichnet. Diese sollten vor eine Aufnahme in den nächsten Stand erfüllt worden sein.

Q

R

Rover: Ältere Pfadfinder, welche nicht mehr am aktiven Sippengeschehen teilnehmen, können sich zu einer Roverrunde zusammenschließen.

S

Schlauch: Der Schlauch ist eine kleine und flexible Zeltkonstruktion, die aus Vierecksplanen und hüfthohen Stangen besteht, beliebig verlängert werden kann und sich für Fahrten gut eignet.

Sippe: Die Sippe ist eine Gruppe von etwa 4-8 Mädchen oder Jungen, die etwa das gleiche Alter haben. In ihr findet der Großteil unserer Pfadfinderarbeit statt. Die Sippe trifft sich wöchentlich zur Sippenstunde, bestreitet gemeinsam Abenteuer und bildet eine enge Gemeinschaft.

Späher: Der Späher ist der Stand nach dem Knappen und sehr auf die Übernahme von Verantwortung für eine Gruppe oder auch in der Vorbereitung von Aktionen fokussiert.

Spielidee: Auf Lagern tauchen wir oft in historische Kontexte, wie zum Beispiel die Besiedelung Amerikas ein, spielen das damalige Leben nach und beschäftigen uns somit auch mit der Geschichte. Manchmal entspringt die Spielidee auch teilweise der Fantasie, bestes Beispiel ist hierbei Asterix und Obelix.

Stamm: Der Stamm bildet die Gemeinschaft der Sippen eines Ortes und ist meistens geschlechtergetrennt.

Stände: In der CPD gibt es eine ausgeprägte Ständearbeit. Durch das erfüllen von Proben, die Übernahme von Verantwortung und das Wachsen in der eigenen Persönlichkeit kann ein neuer Stand erreicht werden. Dies motiviert zur Arbeit an sich selbst und ist gleichzeitig ein Zeichen der Anerkennung.

St. Georg: Der heilige St. Georg ist der Schutzpatron der Pfadfinder.

T

Thing: Das Thing ist eine Art jährliche Versammlung auf den verschiedenen Organisationsebenen. Hier werden Ämter gewählt, Beschlüsse gefasst und Entscheidungen getroffen.

Thinkingday: Am 22.2. wird jedes Jahr weltweit von Pfadfindern der Thinkingday gefeiert, zur Erinnerung an den Geburtstag von Robert Baden Powell, dem Gründer der Pfadfinderbewegung.

Tracht: Die Tracht ist das wohl auffälligste Merkmal der Pfadfinder. Das graue bzw. grüne Hemd wird bei allen Aktionen getragen, dient als Erkennungsmerkmal sowie als Zeichen der Gleichheit aller.

Tschai: Der Tschai ist das berühmte Getränk der Pfadfinder. Diese Mischung aus Tee, Säften und Früchten wird bei Feierstunden getrunken.

U

Überfall: Bei Lagern kann es vorkommen, dass die Nachtruhe durch andere Pfadfindergruppen gestört wird. Bei diesen freundschaftlichen, nächtlichen Besuchen mit Traditionshintergrund werden Dinge entwendet, welche die Lagerteilnehmer durch die Erfüllung von Aufgaben zurückgewinnen müssen.

Unterlager: Größere Lager werden in Unterlager aufgeteilt. Dies dient zur organisatorischen und logistischen Vereinfachung, aber auch zur Einteilung in verschiedene Gruppen für Spiele.

V

Versprechen: Bei den Aufnahmen legt der Anwärter sein Versprechen auf das Banner ab. Er verdeutlicht damit seine Bereitschaft und seinen Willen, in den nächsten Stand zu treten und die an ihn gestellten Anforderungen nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen.

Vogtei: Als Vogtei wird ein Teil des Vorbereitungskreises für Aktionen bezeichnet, dieser kümmert sich um logistische und sonstige Aufgaben, die anfallen.

Vorbereitungskreis: Als Vorbereitungskreis oder VK wird eine Gruppe von Pfadfindern bezeichnet, die sich um die Organisation und Vorbereitung für zum Beispiel ein Lager kümmert.

W

Waldläuferzeichen: Die Waldläuferzeichen werden genutzt, um Spuren zu legen und um zum Beispiel mit einer nachfolgenden Gruppe zu kommunizieren. Sie umfassen mehr als nur Pfeile für eine Schnitzeljagd.

Waldweihnacht: Die Waldweihnacht ist die Weihnachtsfeier unseres Gaues. Sie findet kurz vor Weihnachten statt und bietet einen feierlichen Rahmen für Aufnahmen.

Wimpel: Jede Sippe besitzt eine selbst genähte dreieckige Fahne, die das Sippentier und die CPD-Lilie trägt. Dieser sogenannte Wimpel repräsentiert die Sippe auf Aktionen.

Wölflinge: Als Wölflinge werden die Mitglieder der Meute bezeichnet. Sie tragen anders als die Pfadfinder ein grünes Hemd mit grünem Halstuch.

Woodbadge: Das Woodbadge-Abzeichen besteht aus zwei Holzperlen an einem Lederband und wird in verschiedenen Pfadfinderbünden erfahrenen Pfadfinderleitern verliehen.

X

Y

Z

Zeltbau: Unsere Zelte bestehen aus schwarzen Baumwollplanen und werden vorwiegend mit Fichtenstangen errichtet. In verschiedenen Zelten ist es sogar möglich ein Feuer zu machen. Verschiedene Zeltplanen können nach Belieben miteinander verbunden werden und so entstehen riesige Zeltkonstruktionen.

Zimmermannsschlag: Dieser Knoten wird zu Beginn verschiedener Bünde verwendet, um ein Seil sicher an einem Holzstück zu befestigen.